Professionalität und Widerstand in der Sozialen Arbeit, ein Widerspruch?

Öffentliche Veranstaltung der Fachschaft Soziale Arbeit HSA mit Input und Diskussion; 18. Oktober 16 um 18.15 im UFO (Aufenthaltsraum für Studierende, Von Roll Strasse, beim Fitnesscenter Kraftwerk).

flyerwiderstand

Ausgangslage: Nicht selten werden an Sozialarbeitende in der Praxis neue Gesetzesverschärfungen und soziale Verschlechterungen herangetragen, welche ihren persönlichen, moralischen und normativen Werten widersprechen. Aktuellstes Beispiel ist die Umsetzung der Ausschaffungsinitiative auf den 1. Oktober, wo ein neuer Straftatbestand eingeführt und eine allgemeine Meldepflicht für Sozialarbeitende zum Standard gemacht wird. Durch das restriktivere Gesetz wird nicht nur das Vertrauensverhältnis zwischen Adressat*in und Sozialarbeitenden massiv gestört, Professionelle machen sich unter Umständen zu Komplizen bei Ausschaffungen. Für viele stellt sich die Frage, was zu tun ist, wenn aus Recht plötzlich Unrecht wird, wenn Sozialarbeitende sozialpolitische Entscheidungen mittragen müssen, die sie ablehnen. Ist es für Sozialarbeitende, die im Anstellungsverhältnis arbeiten, überhaupt möglich Widerstand zu leisten? Gibt es eine Möglichkeit, sich blindem Gehorsam zu widersetzen und gleichzeitig professionell zu arbeiten? Wann wird Widerstand zur Pflicht? Oder hat Widerständigkeit in der Sozialen Arbeit gar keinen Platz? Diese und weitere Fragen sollen gemeinsam diskutiert werden.

Ablauf: Anhand eines Inputs von Tobias Studer vom Institut für Integration und Partizipation der HSA wollen wir uns der Frage annähern, ob sich Professionalität und Widerstand in der Sozialen Arbeit verträgt und wo Brüche und Risse herausgearbeitet werden könne, um Handlungsspielraum zu erlangen, ohne die eigenen Werte zu verraten. Der Input dauert ungefähr eine halbe Stunde, danach gibt es eine Diskussion.

Der Anlass ist öffentlich und kostenlos.


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